Einleitung

Von der Toskana ins bayerische Alpenvorland, vom BOXSTAR zum L!VE I: Für seine neue Tour im KNAUS tauscht Landschafts- und Reisefotograf Stefano Paterna nicht nur die Location, sondern auch gleich noch das Fahrzeug. Statt wie 2019 im kompakten CUV durchs sommerliche Italien ging es dieses Mal im geräumigen Vollintegrierten ins winterliche Berchtesgadener Land. Eine spannende Reisegeschichte zwischen Watzmann und Chiemsee – und Freiheit und Lockdown.

Hallo liebe Leserinnen und Leser, ich bin Stefano Paterna, Reisefotograf aus Köln. Einige von Ihnen haben bestimmt schon meine erste Reise im KNAUS BOXSTAR mitverfolgt, die ich 2019 in die Toskana unternommen habe. Für meine diesjährige Tour bin ich nun in Deutschland geblieben – zum einen, weil es die Corona-Einschränkungen so wollten, zum anderen aber auch, weil es hier wunderschön ist. In die Ferne schweifen ist da gar nicht notwendig!

Als Fan der Berge habe ich mir das bayerische Alpenvorland ausgesucht. Genauer gesagt das Chiemgau und das Berchtesgadener Land. Hier gibt es nicht nur einen Winter, der seinen Namen auch verdient hat, sondern malerische Seen und beeindruckende Gipfel, so weit das Auge reicht.

Der L!VE I

Begleitet hat mich dieses Mal der KNAUS L!VE I. Wobei ich eigentlich sagen müsste: “Beherbergt”. Denn der L!VE I ist nicht einfach nur ein Urlaubsbegleiter auf vier Rädern. Er ist eine geräumige Herberge, die Platz und Komfort bietet und sich trotzdem elegant durch die Berge fahren lässt. War ich vor zwei Jahren von den kompakten Maßen des BOXSTAR beeindruckt, begeistert mich dieses Mal das üppige Platzangebot im Vollintegrierten – und die unvergleichliche Aussicht durch die riesige Windschutzscheibe. Wie im Panorama-Kino ziehen da die Berge an mir vorbei. Vielen Dank für dieses geniale Fahrzeug, liebes Team von KNAUS. Es war mir eine große Freude!

Nun aber mal zur Tour und natürlich den Fotos!

Wie immer starte ich meine Reise in Köln. Den Winter kennt man hier eher als ungemütliches, nasskaltes Tiefdruckgebiet, das die ganze Stadt noch etwas grauer macht, als sie ohnehin schon ist. Schnee gibt es hier selten – und selbst wenn, weiß keiner etwas damit anzufangen.

Ganz anders sieht es da in Süddeutschland aus. Auch wenn bei meiner Fahrzeugabholung weder vom Winter noch vom Schnee etwas zu sehen war. In Jandelsbrunn war es fast schon frühlingshaft sonnig. Das sollte sich aber im Verlauf der Reise noch gewaltig ändern!

Ramsau und Hintersee

Meinen ersten Halt mache ich im Berchtesgadener Land. Ramsau heißt das kleine Dörfchen, das mit seiner malerischen Kirche samt Bach und Bergen als Motiv für die Landschaftsmalerei bekannt wurde. Und natürlich hat sich diese Idylle auch unter uns Fotografen herumgesprochen.

Etwas weiter noch, dann erreiche ich den Hintersee. Hier herrscht eine ganz eigene, fast mystische Atmosphäre. Der Nebel fällt leicht auf das Wasser, kleine Inseln spiegeln sich auf der glatten Oberfläche. Und gleich neben dem See liegt der Zauberwald, wo sich Wanderwege dicht an Bergsturztrümmern vorbeischlängeln. Eine Stille liegt in der Luft, und trotz ein paar kleiner Hotels wirkt der See irgendwie verlassen. Kein Wunder, denn Hotel-Übernachtungen sind aktuell nicht möglich. Wie schön, dass ich im L!VE I frei reisen kann!

Königssee und Berchtesgaden

Am nächsten Tag steht schon der nächste See auf dem Programm, von dem Sie bestimmt schon gehört haben: Der Königssee! Hier werde ich mich ein paar Tage aufhalten, die kleinen Örtchen erkunden, den See umwandern – und natürlich den Watzmann grüßen. Gleich ums Eck liegt Berchtesgaden. Der Ort ist nicht nur unter Touristen ein Begriff. Mit seinem Salzbergwerk leistet er auch heute noch einen bedeutenden Beitrag zum Geschmack Ihrer Lieblingssuppe.

Rund um das Bergwerk und den Königssee sind viele Wanderwege erschlossen, die mit herrlichen Ausblicken locken. Ein bisschen schwindelfrei sollte man aber schon sein, wenn man das beeindruckende Berg- und Seepanorama aus der Höhe genießen will. Ich finde, jeder Höhenmeter hat sich gelohnt. Der Blick über den See und auf den Watzmann oder auf die kleine Insel Christlieger im Königssee gehört zu jeder Tour ins Berchtesgadener Land unbedingt dazu!

Rossfeldpanoramastraße

Langsam aber sicher erklimme ich auch mit dem L!VE I höhere Regionen. Die Schneefallgrenze rückt immer näher und plötzlich stehe ich mittendrin in der weißen Pracht. Ich folge der Rossfeldpanoramastraße, die sich bis auf 1570 Meter Höhe über die Berge windet – und genieße den traumhaften Ausblick über schneebedeckte Landschaften, tief hinein ins Salzburger Land, das hier von österreichischer Seite aus angrenzt.

Meine letzte Station im Berchtesgadener Land ist die Kurstadt Bad Reichenhall. Hier trifft moderne Heilkunst auf bayerisches Brauchtum. Auch diese Stadt lebte gut vom Salz, wie man am pittoresken Rathausplatz sehen kann. Übrigens: Bad Reichenhall trägt auch den Spitznamen “Bayerisches Meran”. Hier ist der Frühling immer ein bisschen schneller als üblich und das Klima etwas milder als am nahen Chiemsee.

Chiemsee und Seeon

Genau dort überrascht mich der Winter. Waren es in Reichenhall noch sonnige 15 Grad, fällt das Thermometer hier innerhalb von ein paar Tagen weit unter den Gefrierpunkt. Begleitet wird dieser Wetterumschwung von faszinierenden Licht- und Wolkenstimmungen, die dem Chiemsee eine ganz besondere Atmosphäre verleihen.

Weit hinein ins “Bayerische Meer” reichen die Stege und man kann sich gut ausmalen, wie hier im Sommer die Boote und Schiffe für ein turbulentes Spektakel im Wasser sorgen. Fast könnte man meinen, man sei am Meer – wären da nicht die malerischen Alpen, die sich jenseits der üppigen Schilfrohrufer zur schönen Kulisse aufbauen.

Ganz in der Nähe des Chiemsees, am sogenannten Klostersee, liegt das Kloster Seeon. Vor über tausend Jahren wurde es auf einer kleinen Halbinsel, die in den See hineinragt, von Benediktinern gegründet. Heute ist es ein bekanntes Kultur- und Bildungszentrum, das mit seiner eindrucksvollen Architektur punktet.

Während ich noch durch die Geschichte der Inseln und Klöster schwelge, bricht über nacht der Winter über den Chiemsee herein. Mit eisigen Temperaturen und viel Schnee zeichnet er ein ganz neues Bild vom See und seinen Ufern. Und nicht zuletzt auch vom L!VE I, dem die Schicht aus Eis und Schnee aber nichts anhaben kann. Wie ein grimmiger Bergriese trotzt er der Witterung – und muss mich allmählich schon wieder nach Hause bringen.

Denn nach den herrlichen Tagen am Chiemsee ist meine Reise durch das Alpenvorland auch schon fast wieder zu Ende. Ein paar Highlights nehme ich noch mit auf dem Weg zurück ins Werk, wie etwa die Josefsthaler Wasserfälle, die sich am Schliersee ihren Weg durch Wald und Felsen bahnen.

Es waren herrliche Tage im L!VE I. Zwar konnte ich aufgrund der Corona-Einschränkungen meine Reise nicht immer ganz wie geplant durchführen. Aber vielleicht war sie gerade auch deswegen so besonders. So menschenleer hatte ich weder die Berge noch die Seen erwartet. Es lag eine ganz besondere Stimmung über der Landschaft, eine Ruhe, eine Langsamkeit, eine Weite die ich als Fotograf als sehr inspirierend wahrgenommen habe. Und in der ich mich im majestätischen L!VE I ganz besonders wohl gefühlt habe.

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Alle Fotos: © Stefano Paterna
Stefano Paterna ist professioneller Reise- und Architekturfotograf sowie Buchautor aus Köln. Er ist weltweit für Reiseveranstalter und Verlage unterwegs und bietet auch eigene Fotoreisen an. Mehr unter: www.stefanopaterna.com

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