Überblick

Für Claudia und Heinz Öchsner geht es bald auf große Tour. Seit 15 Jahren erkunden Sie die Welt auf eigene Faust, oder vielmehr auf eigenen Rädern. Früher noch recht beengt in einem Pick‐up mit Wohnkabinen‐Aufbau, jetzt deutlich komfortabler in einem nagelneuen BOXSTAR 630 MF. Von Spanien über Portugal und Korsika bis Kanada und Südamerika, die Öchsners haben schon viel erlebt. Nun wollen sie für ein weiteres Abenteuer noch einmal in das Land zwischen Atlantik und Pazifik aufbrechen. Es geht von Uruguay nach Mexiko. Da sind wir natürlich neugierig, was sie sich mit ihrem KNAUS alles vorgenommen haben und was die Weitgereisten so aus dem Nähkästchen zu plaudern haben.

Die Vorbereitungen

KNAUS: Wenn Sie Ihre Reiseerfahrungen der vergangenen Jahre zusammenfassen: Womit hat es begonnen? Wie hat sich die Leidenschaft für das Reisen mit dem eigenen Fahrzeug entwickelt?

Claudia: Wir sind schon immer zweigleisig gefahren. Mit dem Pick‐up sind wir in den letzten 15 Jahren viel herumgekommen. Südamerika und Indien waren aber beispielsweise Ziele, die wir erst mal mit Reisegruppen angetastet haben, um zu schauen, ob das etwas für uns ist.

Heinz: Angefangen haben wir mit dem Motorrad, hoffnungslos überladen, mit der Zwei-Personen-Dackelgarage. Nach Frankreich, Jugoslawien, Griechenland und so weiter. Dann mit dem Auto und Zelt, später Dachzelt, Pick‐up mit Wohnkabine und jetzt unser KNAUS. Das ist schon echter Luxus.

Claudia: Wir sind es auf jeden Fall enger gewohnt. Im KNAUS verlaufen wir uns fast.

Heinz: Und warum wir reisen? Wir wollen einfach noch etwas mehr von dem Paradies auf der Erde sehen und deswegen haben wir uns diese Investition zugelegt. Zuhause sitzen können wir auch noch mit 80.

 

KNAUS: Wie sieht denn der Fahrplan für die bevorstehende Reise aus?

Claudia: Unser Schiff legt in Montevideo, Uruguay an. Von dort geht es über Buenos Aires an der Ostküste entlang bis nach Feuerland, Tierra del Fuego. Dann nach Chile durch die verschiedenen Nationalparks zur Westküste. Hier werden wir ein bisschen Zickzack fahren – immer zwischen Argentinien und Chile. Dann Paraguay und Brasilien. Da wollen wir uns auf jeden Fall die Iguazú Wasserfälle anschauen und das Pantanal in Brasilien. Da wissen wir aber nicht, inwieweit wir da mit unserem BOXSTAR durchkommen. Für alle Fälle haben wir zwei Sandbleche an Bord. Das wird sich dann vor Ort zeigen. Weiter nach Bolivien, über die Salar de Uyuni, Titicacasee, La Paz.

„Wir verlassen auch ab und zu die Route und fahren an einer Seitenstraße ab. Dafür ist der BOXSTAR perfekt. Außerdem bekommen wir so Sachen zu sehen, die der ’normale‘ Tourist eben nicht erlebt.“

Heinz Öchsner

Heinz: La Paz schauen wir uns schon zum zweiten Mal an. Allein wegen der Konditoreien dort. Riesig, so groß wie ein Walmart. Die Torten dort sind der Wahnsinn.

Claudia: Von Bolivien aus fahren wir dann ein Stück durch die Atacama Wüste und dann hoch nach Peru, Ecuador und Kolumbien. Da gibt es auch eine Vulkanstraße mit 23 aktiven Vulkanen in den Anden. Mal sehen, wie der BOXSTAR die Höhenluft verträgt. Dann geht es Richtung Kolumbien, wo wir von Cartagena aus übersetzen nach Panama Stadt. Das ist die einzige Stelle zwischen Süd‐ und Mittelamerika, die nicht befahrbar ist. Da gibt es keinen Landweg. Da müssen wir den BOXSTAR überschiffen. Ist zwar kostspielig, aber eine andere Lösung gibt es dafür nicht. Und dann wird die Reise weiter gehen von Panama Stadt durch Mittelamerika: Costa Rica, Nicaragua, Honduras und Guatemala, Belize, Yukatan bis in die Nähe von Cancun. Unseren BOXSTAR stellen wir dann fünf Monate auf einem Langzeitstellplatz ab, der von einem Österreicher, der selbst als Abenteurer unterwegs war, betrieben wird.

 

KNAUS: Sie lassen Ihren Kastenwagen in Südamerika stehen?

Claudia: Ganz genau. Wir haben grob geplant, bis 2019 bis nach New York gefahren zu sein mit unserem BOXSTAR. Dann würden wir ihn von dort verschiffen lassen. Aber nicht nach Deutschland zurück. Entweder Richtung Australien oder Asien.

Die Organisation

 

KNAUS: Wie lange hat die Planung gedauert? Worauf mussten Sie achten?

Heinz: Für diese Reise planen wir ungefähr seit einem halben Jahr.

Claudia: Die Route ist das eine. Und dann das viele Drumherum: Was machen wir mit dem Haus? Wo bekommen wir das Visum her?

Heinz: Die Organisation mit den Banken. Die Verpflichtungen, die man hier hat, damit alles weiter läuft mit den Versicherungen. Dann haben wir ja noch das Haus mit dem Garten, was überwacht und gepflegt werden muss.

Claudia: Und die Auslands‐Kfz‐Versicherung. Die könnte man auch direkt vor Ort an jedem Grenzübergang für die Dauer der Einreise abschließen. Aber wir haben jetzt jemanden gefunden, der in Argentinien lebt und über den wir das vorab regeln konnten.

KNAUS: Und worauf müssen Sie dann unterwegs achten?

Heinz: Also wir machen das wie zu Hause. Wir sehen zu, dass wir genug Trinkwasser und Proviant dabeihaben. Das bekommen wir problemlos in den 90 l Kompressor‐Kühlschrank. Und mit dem 120 l Tank schaffen wir locker zwischen 800 und 1.000 km. Und für alle Fälle haben wir einen Ersatzkanister dabei. Außerdem brauchst du Kontaktmöglichkeiten nach außen. Für den Fall, dass du schnell wegmusst – wegen Erdbeben, Überschwemmung, oder weil ein Krieg ausbricht oder die Mafia loslegt oder sonst irgendwas. Dafür ist man auf die Technik angewiesen. Smartphone ist eigentlich Pflicht.

Claudia: Auf unserem Navi haben wir sämtliche süd‐ und nordamerikanischen Karten gespeichert, um uns sicher zurechtzufinden.

Heinz: Aber ich schwöre eben auf handfestes Kartenmaterial. Ich brauche einfach eine Übersicht. In welcher Himmelsrichtung liegt was? Das ist viel hilfreicher als dieser kleine Display‐Ausschnitt auf dem Navi.

Das Fahrzeug

 

KNAUS: Warum haben Sie sich für den KNAUS BOXSTAR entschieden?

Heinz: Wir waren im Nationalpark Craters of the Moon in Oregon, nahe Atomic City unterwegs und haben dort ein deutsches Ehepaar kennengelernt, das einen BOXSTAR hatte. Da bin ich in den Genuss gekommen, einmal reinzuschauen und dann habe ich gedacht: „Riesig, das ist ja der Wahnsinn gegen unsere kleine Hütte.“ Und die waren da schon sehr lange mit unterwegs und waren sehr zufrieden. Der Kastenwagen gefällt mir grundsätzlich sehr gut, weil er nicht gleich als Wohnmobil erkennbar ist. Dadurch hat man weniger Probleme – ist quasi etwas unauffälliger unterwegs.

Claudia: Und ausschlaggebend war dann eigentlich das Hochdach.

Heinz: Da herrscht einfach ein besseres Raumklima. Es wird nicht so schnell warm drin und wir haben mehr Platz für Souvenirs. Außerdem kann man sich bei KNAUS auf die Qualität verlassen und auch einfach mal mit 160 km/h entspannt längere Strecken zurücklegen. Das ist echt ein super Fahrgefühl.

KNAUS: Was würden Sie noch einbauen, wenn Sie könnten?

Heinz: Ein hohes Fahrwerk mit vollwertigem Allradantrieb. Naja, schauen wir mal.

Claudia: Wir haben den BOXSTAR so gut konfiguriert. Ich vermisse im Moment nichts, aber schauen wir mal, was die nächsten sieben Monate bringen.

Das Reisegepäck

 

KNAUS: Aber was darf im Reisegepäck auf keinen Fall fehlen?

Claudia: Smartphone und Laptop. Ich will in Kontakt bleiben und unseren Blog pflegen. Auf www.oechsiontour.blogspot.com kann man uns nämlich begleiten und das ist sehr viel einfacher, wenn ich direkt unterwegs schreibe, als wenn ich es im Nachhinein aufarbeite.

Heinz: Ich habe schon gerne meine Schnorchelausrüstung dabei. Normalerweise auch die Gitarre, aber da habe ich jetzt noch keinen Platz gefunden im BOXSTAR. Und hier will ich nicht so viele Löcher reinbohren, aber für so einen Trip muss eben alles seinen festen Platz haben. Da will man nicht ständig umherräumen.

„Wir sind es auf jeden Fall enger gewohnt. Im KNAUS verlaufen wir uns fast.“

Claudia Öchsner

 

KNAUS: Fernweh oder Heimweh? Was überwiegt?

Heinz: Eher das Fernweh.

Claudia: Ja, bei mir auch definitiv das Fernweh. Schon immer, mein ganzes Leben lang. Unterwegs fehlt mir eigentlich nichts, außer der Familie, gerade zu Weihnachten ist es schon etwas anderes.

Heinz: Ich vermisse schon manchmal den Temperaturunterschied. Frische, kühle Luft kann eine willkommene Abwechslung sein – gerade wenn es Tag und Nacht einfach warm ist und überall Moskitos sind.

Die Freiheit

 

KNAUS: Und was ist am Reisen mit dem Kastenwagen das Beste, das Außergewöhnliche?

Heinz: Auf jeden Fall die Freiheit. Das ungezwungene Stehen, sich einen Platz aussuchen zu können, wo man bleiben will. Du bist halt absolut flexibel.

Claudia: Wirklich 360° Rundumblick. Irgendwo.

Heinz: Wir verlassen auch ab und zu die Route und fahren an einer Seitenstraße ab. Dafür ist der BOXSTAR perfekt. Außerdem bekommen wir so Sachen zu sehen, die der „normale“ Tourist eben nicht erlebt.

KNAUS: Ein Tipp für alle, die in Ihre Fußstapfen treten wollen und auch längere Reisen mit dem Reisemobil oder Caravan planen?

Claudia: Polen oder Rumänien – das sind solche Ziele, die ich auf jeden Fall mit dem Kastenwagen in Angriff nehmen würde.

Heinz: Ja, Mongolei, die baltischen Länder. Korsika ist schön und natürlich, aber eben auch mit bergigen Regionen. Ich kann nur empfehlen: Kaufen Sie sich einen KNAUS Kastenwagen oder mieten Sie einen und fahren Sie einfach mal damit herum. Mal dahin, mal dorthin. Da lernen Sie jede Menge Leute kennen und bekommen einen ganz anderen Blick auf die Welt.

 

KNAUS: Vielen Dank für das Gespräch. Wir sind schon jetzt gespannt, was uns Claudia und Heinz Oechsner berichten können, wenn Sie von ihrem Abenteuer Amerika zurückgekehrt sind und wünschen den beiden eine gute Reise mit spannenden Momenten und interessanten Erfahrungen.

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Mit dem KNAUS BOXSTAR in Lateinamerika
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Der KNAUS BOXSTAR on Tour: In Teil 1 ihres ausführlichen Reiseberichts schildern Claudia und Heinz Öchsner, worauf sie bei der Planung einer langen Tour besonders achten – und was Urlaub im Kastenwagen so einzigartig macht.
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