Einleitung

Reisen Sie zusammen mit David Herzig in das Land der Elfen und Trolle, das Land von Feuer und Eis. An keinem anderen Ort der Erde lassen sich Naturgewalten so hautnah erleben wie in Island. Von tosenden Wasserfällen über majestätische Gletscher bis hin zu völlig surrealen Vulkan-Landschaften hat David zusammen mit seiner Freundin und seinen Eltern alles gesehen, was das Outdoor-Enthusiasten-Herz höher schlagen lässt. Viel Spaß mit dem ersten Teil seines überwältigenden Abenteuers.

Hey, mein Name ist David Herzig, ich bin Outdoor- und Abenteuerfotograf aus Innsbruck, Österreich. Nachdem ich letztes Jahr zusammen mit WEINSBERG die Lofoten bereist hatte, wurde auch dieses Jahr dank der Unterstützung von Knaus Tabbert wieder einer meiner Träume wahr. Mit dem KNAUS SKY I 700 LEG durfte ich den hohen Norden entlang des Polarkreises erkunden.

Meine Geschichte beginnt am 8. Oktober im beschaulichen Jandelsbrunn. Denn dort steht es: Mein Zuhause auf vier Rädern für die nächsten zwei Monate. Voll ausgestattet mit Badezimmer, Küche und – für mich am allerwichtigsten – einer riesigen Garage für Outdoor-Spielzeug verschiedenster Art. KNAUS hat also schon einmal perfekte Voraussetzungen für den Trip geschaffen – dafür kann ich gar nicht genug danken!

Die Vorbereitung

Aber zurück zur Reise. Zunächst einmal geht es nach einem kurzen Zwischenstopp bei meiner Freundin Tarah in Salzburg zu meinem Basecamp nach Innsbruck. Dort wollten wir nicht lange verweilen, weshalb wir kurzerhand alles in die riesige Garage geschmissen haben. Jetzt so schnell wie möglich wieder raus aus dem Stadtzentrum. Als nächstes geht es über den Fernpass. Wir suchen uns für die Nacht ein beschauliches Örtchen an der deutschen Autobahn.

Hier kann ich dann auch das erste Mal den traumhaften Komfort des SKY I genießen. Dabei gefallen mir die unzähligen Jalousien besonders gut, mit denen sich im Handumdrehen das gesamte Auto abdunkeln lässt. So lässt es sich auch wunderbar und ohne Probleme unter einem Flutlicht-Scheinwerfer an der Raststätte schlafen.

Am nächsten Morgen brechen wir wohl erholt Richtung Bensheim auf, um meine Eltern, ebenfalls Fotografen, zu besuchen. Beide werden mich und meine Freundin Tarah auf diesem Abenteuer begleiten. Hier in Bensheim haben wir auch mehr Platz als in Innsbruck und können das Fahrzeug in aller Ruhe beladen. Dann heißt es: Alle einsteigen! Ich wende das Fahrzeug Richtung Dänemark, genauer gesagt nach Hirtshals. Denn nur dort sticht die einzige Fährgesellschaft „Smyrilline“ einmal die Woche in See, um das Festland mit den Faröer Inseln und Island zu verbinden. Mit war klar, dass unsere Tour ein Abenteuer sein wird. Über so eine lange Zeit so weit in den Norden zu verreisen – und dazu noch zu dieser Jahreszeit! Aber dass ich bereits hier mein blaues Wunder erleben würde, das hätte ich beim besten Willen nicht gedacht.

Die Fähren-Überraschung

Aber der Reihe nach: Nachdem die Fähre bereits mehrere Stunden Verspätung hat, wird uns von einem netten Hafenmitarbeiter mitgeteilt, dass das Schiff auf der Fahrt einen Motorschaden erlitten hätte. Folglich könne es diese Woche unter keinen Umständen mehr nach Island fahren. Auf meine Frage, was wir denn jetzt tun sollten, nachdem ich und viele andere von sehr weit angereist waren, werden wir vertröstet. Wir könnten es gerne nächste Woche wieder versuchen, aber er wisse nicht, ob das Schiff dann wieder fährt. Vielleicht dauere die Reparatur auch zwei Wochen. Ein Ersatzschiff? Fehlanzeige! Nun gut – das war dann wohl meine erste Begegnung mit der nordischen Mentalität. Ich hatte bereits so eine Vorahnung, dass die Uhren auf den Inseln im Atlantik etwas anders Ticken würden. Aber dass es so gemütlich zugeht, hatte ich nicht kommen sehen.

Zum Glück habe ich im Vergleich zu vielen anderen nicht „nur“ einen PKW, sondern meinen SKY I dabei, der uns die Wartezeit wenigstens mit Komfort versüßt. Natürlich komme ich sofort mit einigen der anderen Reisenden ins Gespräch. Wir tauschen uns gemeinsam bei einer Tasse heißen Kaffee im Camper über unsere bevorstehen Trips aus. Nach einigen Stunden im Ungewissen wird uns schließlich mitgeteilt, dass wir an Bord des Schiffes gehen und einige Zeit auf den Faröer Inseln verbringen können, während das Schiff repariert wird. Ok, geplant war zwar Island, aber auch die Faröer Inseln stehen ganz weit oben auf der Liste meiner Reiseziele – also, warum eigentlich nicht!?

Ich beziehe meine Kabine und nach ganzen zehn Stunden verlassen wir mit nur halber Motorleistung endlich den Hafen von Hirtshals. Doch entgegen aller Erwartungen nicht Richtung Norden, sondern eher Richtung Osten. So finden wir uns am nächsten Morgen allesamt in Kristiansund in Schweden wieder. Und wo da genau? In einem Trockendock in einer Werft. Die Hafenarbeiter sind mittlerweile schon dabei, das Wasser aus dem Dock zu lassen. Wie sich herausstellt, gibt es das nötige Equipment für die Reparatur des Schiffes gar nicht auf den Färöer Inseln.

Um keinen falschen Eindruck zu erwecken, muss ich allerdings noch dazu sagen, dass die Besatzung während der gesamten Zeit an Bord des Schiffes ihr Bestes gegeben hat. Sowohl um unseren Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten, als auch eine Lösung für das Problem zu finden. Im Klartext bedeutet das: Rund um die Uhr gratis Verpflegung, gleichzeitig wurde daran gearbeitet, Flugzeuge zu chartern und die Gäste auszufliegen. Das gelingt ihnen auch schon in der folgenden Nacht. Mit mehreren Bussen wird ein Teil der Gäste inklusive mir nach Kopenhagen gefahren, um von dort mit dem Flieger über die Färöer Inseln direkt nach Reykjavik zu gelangen.

Einen Haken hatte die ganze Sache jedoch: Mein geliebter SKY I reist nicht wie geplant mit mir zusammen nach Island, sondern verweilt in der Zwischenzeit – die nächsten 10 Tage – im Schiffsrumpf. Eingesperrt zwischen unzähligen weiteren PKW im Trockendock in Kristiansand, Schweden. Tja, wenn man ins Ungewissen losfährt, weiß man nie, was einen erwartet. Die Fährgesellschaft ist aber sehr freundlich und zuvorkommend und kommt in der Zwischenzeit selbstverständlich für einen Ersatz-Mietwagen und die nötigen Unterkünfte auf.

In Reykjavik

Die ersten Tage in Island kümmere ich mich erst einmal um das Fahrzeug und erkunde die Gegend um Reykjavik. Ich kann mich ohnehin nicht zu weit wegbewegen, da ich Tarah und meine Eltern noch vom Flughafen abholen muss. Doch auch nur wenige Kilometer vor der Stadtgrenze von Reykjavik war ich bereits völlig erstaunt von der atemberaubenden Landschaft, die dieses Land zu bieten hat. Was man sonst nur im Fernsehen sieht, ist hier kein seltener Anblick: Straßen entlang schier endloser Lavafelder, moosüberwachsene Vulkane und heißer Dampf, der aus der Erde steigt. Teilweise sogar direkt hinter den Gärten der Anwohner. Für diese wird die Landschaft wahrscheinlich nichts Besonderes mehr sein, ich hingegen kann meinen Augen kaum glauben.

Die Wiedervereinigung

Nach nicht allzu langer Zeit ist unsere Truppe dann endlich wieder vereint. Also machen wir uns langsam aber sicher auf den Weg Richtung Seydisfjordur entlang der Südküste von Island. Denn dort wartet jemand – beziehungsweise etwas –  ganz besonderes auf uns. Als wir am 24. Oktober ankommen, ist es endlich so weit: Zehn Tage nachdem ich Dänemark verlassen habe, kann ich unseren bereits lieb gewonnenen Reisebegleiter SKY I wieder in Empfang nehmen. Genauso schön wie ich ihn in Erinnerung hatte und vor allem vollbepackt bis oben hin mit frischer Bekleidung, Equipment etc. Wir können es kaum glauben, aber jetzt geht unsere Tour endlich richtig los!

Bevor wir durchstarten können, müssen wir uns aber im nächstgelegenen Supermarkt um ausreichend Vorräte kümmern. Der große Kühlschrank im SKY I sieht befüllt schließlich gleich nochmal besser aus. Netter Nebeneffekt: Wir müssen nicht hungern. Aber Spaß beiseite, wir starten entlang der wilden Südküste Islands zurück Richtung Reykjavik. Dort machten wir auch gleich Bekanntschaft mit den isländischen Preisverhältnissen.

Die Preise für Lebensmittel, Unterkünfte und eigentlich alles haben es nämlich echt in sich. So zahlt man zum Beispiel 2,50€ für eine Flasche Wasser oder 3,50€ für eine Packung Toastbrot vom Discounter. Und mit einer schnellen Fertigpizza an einer Tankstelle kommt man mal eben auf 28€. Von Hotelkosten und Mietwagen natürlich ganz zu schweigen. Auf das haben wir allerdings eine Antwort: Unseren SKY I. Für viele ist die Reise mit dem eigenen Fahrzeug oder gar Reisemobil die perfekte Alternative und manchmal auch die einzige Möglichkeit, Kosten zu sparen und dieses atemberaubende Land bereisen zu können.

Doch all die Sorgen sind schnell vergessen, als wir die Stadt verlassen und unser erstes Nachtquartier entlang der Straße beziehen. Ein beschaulicher kleiner Picknick-Parkplatz direkt an der Atlantik Küste – herrlich! Als leidenschaftlicher Fotograf reizt mich der Sonnenuntergang, schnell noch ein paar Fotos zu schießen. Und dann nichts wie rein in unser neues Zuhause. Kochen, essen, Bilder bearbeiten, quatschen, einschlafen – und das alles mit dem Geräusch der rauschenden Wellen des Meeres im Hintergrund. Für mich gibt es nichts Schöneres als die Freiheit, sein Zuhause gerade dort parken zu können, wo es am schönsten ist. Camping liegt mir wohl im Blut, da mich meine Eltern seit meinem dritten Lebensjahr regelmäßig auf Fotoreisen mit dem Reisemobil mitgenommen haben.

Der himmelsgleiche See

Nächster Tag. Natürlich können wir es uns nicht entgehen lassen, mit einer Tasse heißen Kaffee vor dem SKY I direkt am schwarzen Strand in den Tag zu starten. Unser Ziel für heute: Stokksnes Beach, der lediglich 70 km entfernt ist. Wir fahren ganz entspannt entlang der unzähligen Fjorde. Hier weiß man nie genau, was einen hinter der nächsten Kurve erwartet. So erspähen wir ohne Absicht plötzlich einen eindrucksvollen, spiegelglatten See am Straßenrand. Ohne die kleinste Bewegung im Wasser erstreckt er sich bis zum Horizont und zeichnet ein genaues Abbild der Berge und Wolken der Umgebung auf die Wasseroberfläche.

Mir war sofort klar, dass wir unsere beiden mitgebrachten Faltkayaks genau hier das erste Mal zum Einsatz bringen müssen. Und unsere Erwartungen werden nicht im geringsten enttäuscht. Im Gegenteil: Es ist eine unvergessliche Erfahrung. Die endlose Weite und das glatte Wasser fühlen sich an, als würde man mit den Kayaks durch den Himmel gleiten – unfassbar!

Die Ringstraße

Nach diesem wunderbaren Moment geht es weiter entlang der Ringstraße, die sich 1.332 km rund um die Insel erstreckt und fast permanent durch atemberaubende Landschaften führt. Hier fällt es einem besonders schwer voranzukommen, da man aus dem Staunen eigentlich nicht mehr herauskommt. Ein Foto-Stopp jagt den nächsten!

Am Stokksnes Strand

Es ist schon früher Abend, als wir endlich unser Tagesziel und zugleich eine der aktuellen Top Foto-Locations von Island erreichen. Am Stokksnes Strand kann man gegen eine geringe Gebühr beim Farmer mit seinem Reisemobil oder Zelt eine Nacht direkt am Strand verbringen – inklusive Strom und Waschräumen. Hier gefällt es uns gleich so, dass wir im Laufe der gesamten Reise zwei weitere Male vorbeikommen werden. Für heute Nacht wurde zudem noch ein Aurora Level 5 angesagt, was auf der 10-stelligen Skala schon für extrem aktiv steht.

Für mich gibt es nichts Schöneres als die Freiheit, sein Zuhause gerade dort parken zu können, wo es am schönsten ist.

David Herzig

Das Polarlicht-Spektakel

Der Komfort, den der SKY I bietet, ist natürlich unbezahlbar. Doch manchmal, wenn alle Parameter wie Location, Wetter und Aurora zusammen passen, dann möchten wir gerne noch etwas näher am Geschehen dran sein und die Elemente hautnah spüren. So entschließen Tarah und ich, diese Nacht im Zelt unter den Nordlichtern am Polarkreis zu verbringen. Was für eine Nacht! Gerade mal die zweite seit wir unseren Camper wieder haben und Island zeigt sich jederzeit von seiner schönsten Seite. Während wir einschlafen, tanzen die Polarlichter über unseren Köpfen. Ein wahnsinnig beeindruckender Anblick! Hier fühle ich mich wie im Fotografen-Himmel, mit der Natur im Einklang, Licht und Wetter in perfekter Harmonie.

Doch so perfekt es hier auch sein mag, uns steht noch ein langer Weg von anderen perfekten Orten bevor. Wir wollen noch mehr von diesem wundervollen Land sehen. Die Gletscher, die Wasserfälle, die daraus empor gehen. Das alles weckt eine riesige Entdeckerfreude in mir, als wär ich noch ein Kind. Doch davon mehr beim nächsten Mal! Bis dann, wir freuen uns!

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© Fotomaterial: David Herzig
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Traumroute mit David Herzig: Abenteuer Island | Teil 1
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Traumroute mit David Herzig: Abenteuer Island | Teil 1
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Erleben Sie zusammen mit David Herzig und dem SKY I ein unfassbares Abenteuer in Island, dem Land von Feuer und Eis. Tosende Wasserfälle, majestätische Gletscher und surreale Vulkan-Landschaften. Teil 1 jetzt im Schwalbenblog!
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