Überblick

Markus Klee, 38 Jahre alt, Kaffee-begeisterter Selfmade-Man. Der ehemalige IT-Außendienst-Mitarbeiter hat seinen Job aufgegeben, um sich seinen Traum zu erfüllen: Von und für die Leidenschaft zum Kaffee leben. Die zündende Idee kam auf dem Kölner Weihnachtsmarkt bei dem Besuch einer mobilen Kaffeebar. Dann ging alles recht schnell und nur ein halbes Jahr später war der eigene Kaffeewagen bereit für seinen allerersten Einsatz.

Das Schwalbennest

Wie sind Sie an Ihr neues „Arbeitsauto“gekommen?

Nach dem Weihnachtsmarkt kam mir die Idee mit dem Wohnwagen. Dann habe ich gesucht und auch schnell einen gefunden in Ingelheim bei Mainz. Ein KNAUS Schwalbennest, Baujahr 1966. Der sollte 100 Euro kosten und war in einem sehr jämmerlichen Zustand. Ich habe dort angerufen, um herauszufinden, ob ich darin stehen kann, weil ich keine Lust habe, im gebeugten Zustand zu arbeiten. Der Verkäufer meinte, er könne mit 1,90 Meter locker stehen. Wie sich herausstellte, hat er mich angelogen. Aber weil der Wohnwagen so schön war und ich mir schon direkt vorstellen konnte, wie alles fertig aussieht, was wohin kommt, habe ich ihn einfach gekauft.

Was genau bedeutet „jämmerlicher Zustand“? Was war alles zu tun, um den Wagen wieder fit zu machen beziehungsweise für Ihre Absichten umzubauen?

Der Wohnwagen ist halt schon sehr alt, hat wahrscheinlich schon viel erlebt. Aber er war in Schuss, obwohl er nicht gepflegt wurde und die ganze Zeit draußen stand. Deswegen war er auch schon grün, komplett voll mit Moos. Aber innen hast du davon nichts gemerkt, nichts modrig, absolut dicht.

Da kann man schon Vertrauen zu einem Produkt entwickeln. Die größten Herausforderungen bei dem Umbau zu einem Kaffeewagen waren eigentlich die Verkaufsklappe und die Dachluke, die ich einsetzen musste, um innen aufrecht stehen zu können. Die Möbel habe ich komplett rausgenommen, die waren nicht mehr so schön. Zum Glück durfte ich die Werkstatt meines Schwagers benutzen. Der hat mir auch oft geholfen. Und meine Schwester hat die Gardinen genäht. Als alles fertig war, musste ich noch zum Gesundheitsamt. Es soll ja alles hygienisch sein.

Unterm Strich macht das?

Sagen wir mal, Februar bis Juni 2016 war ich mit dem Umbau beschäftigt. Einen Tag vor dem ersten Festival in Berlin ist der Wohnwagen fertig geworden. Gekostet hat es mich zwischen 2.500 und 3.000 Euro. Natürlich ohne die Maschinen. Allein die Kaffeemaschine, Siebträger versteht sich, kostet 6.000 Euro. Und die Mühle auch nochmal 1.500 Euro.

Der Kaffeewagen

Wie reagieren Leute auf den Kaffeewagen?

Die Touristen finden das ganz toll, fotografieren mich mit dem Wagen. Das ist schon verrückt. Die Älteren kennen das Teil noch im Original und werden entsprechend nostalgisch, wenn sie das Schwalbennest sehen. Und die Kaffeeliebhaber freuen sich über meinen aromatischen Kaffee.

Und was sagen Familie und Bekannte?

Am Anfang fanden sie das ganze recht bescheuert, weil der Wagen in so einem schlechten Zustand war. Auch die Nachbarn wussten nicht so recht, was da los ist. Aber als der Wagen fertig war, fanden es alle einfach gut, waren neugierig. Die häufigste Frage ist natürlich: Kann man davon leben?

Kann man denn?

Kommt darauf an, wie man lebt. Wenn ich auf zwei, drei Festivals bin, die gut laufen und ich zwischendurch noch etwas mache, dann kann ich davon leben, ja.

„Meine Lebensweisheit? Drink more coffee, or it will rain tomorrow.“

Markus Klee

Faszination Camping

Sind Sie jetzt auch auf den Geschmack gekommen, was das Campen angeht?

Ja, jetzt auf jeden Fall. Du hast die Freiheit und trotzdem ein Dach über dem Kopf. Also viel komfortabler als im Zelt. Und immer fließend Wasser, Musik, Licht und alles läuft über die Batterie. Mit ihr kann ich Urlaub machen, ohne dass mein Schwalbennest ständig an die Steckdose muss.

Der bisher schönste Moment mit Ihrem umgebauten Schwalbennest?

Also, den ersten magischen Moment mit dem Schwalbennest hatte ich bei dem ersten Event. Es war Sommer, schönes Wetter und einfach ein superschönes Festival. Da ist jeder Stand individuell, es gibt viel Handarbeit, alles mögliche mit Kunst und Lichtinstallationen und vor allem ein tolles Miteinander. Ich war da vorher schon dreimal privat und wollte es gerne auch einmal als Anbieter erleben. Und das war perfekt. Die Schlange war von morgens halb neun bis nachmittags. Und die fanden den Kaffeewagen alle klasse, haben Bilder gemacht, gepost und sich über den guten Kaffee gefreut.

Was verbinden Sie mit KNAUS?

Meinen schönen Wagen natürlich. Ich finde diese alte Form echt sehr schön. Die Marke finde ich sympathisch und mein Wagen ist ein gutes Beispiel für die hohe Qualität. Ich bin megahappy und würde mir immer wieder einen KNAUS kaufen.

Eine Lebensweisheit, die Sie begleitet?

Drink more coffee. Or it will rain tomorrow.

Fazit

In diesem Sinne: Lassen Sie sich Ihren Kaffee schmecken und vielleicht sehen Sie ja demnächst das umgebaute Schwalbennest einmal persönlich auf einem Festival oder bei einem Besuch in Köln. Und wenn Sie es nicht dem Zufall überlassen wollen, können Sie Markus Klee und seinen Kaffeewagen auch für Ihre Events buchen. Kontaktieren Sie ihn einfach unter: markus@kleecafe.de Wir wünschen Markus Klee alles Gute und freuen uns, dass ein alter KNAUS noch richtig Freude macht und nicht nur Urlaubsträume, sondern sogar Lebensträume wahr werden lässt.

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Wie ein Schwalbennest zur Kaffee-Bar wird
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Wie ein Schwalbennest zur Kaffee-Bar wird
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Das Kölner Cafè Klee ist eine mobile Rarität: In einem restaurierten KNAUS Schwalbennest serviert Markus Klee leckeren Kaffee am Rheinufer.
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