Eine Rundreise im Reisemobil durch Schottland? Mit dem KNAUS VAN TI PLATINUM SELECTION und dem schönsten Herbstwetter im Gepäck machen sich Daniela und Christoph auf den Weg in Richtung Highlands.

Camping ist Typsache, heißt es ja immer. Und eigentlich dachte ich, mein Freund wäre nicht der Campingtyp. Bis wir es in diesem Jahr einfach mal ausprobiert haben. Mit einem Reisemobil sind wir von Bayern bis hoch an die Nordsee gefahren – und es war so herrlich, dass wir gar nicht genug bekommen konnten.

Dieses Mal soll unsere Fahrt sogar noch weiter gehen. Schottland ist unser Ziel, also rüber über den Kanal, einmal die britische Insel hoch, bis zu den sagenumwobenen Bergen und Seen, von denen wir schon so viel gehört und gesehen haben.

Von Rotterdam nach Hull

Tag 1: Von Rotterdam nach Hull

Wir starten unsere Tour wieder in Niederbayern, wo wir in den KNAUS VAN TI als Sondermodell PLATINUM SELECTION einsteigen. Sofort kommt wieder Urlaubsstimmung bei uns auf, wie schon vor ein paar Monaten. Kurz noch alles verstauen, das Navi programmiert – und ab in den Norden.

Über Essen fahren wir nach Rotterdam. Schon der Weg zur Fähre ist spektakulär, denn der Hafen Rotterdam ist einer der größten Seehäfen der Welt. Bis wir an unserem Dock ankommen, waren fahren wir vom Stadtzentrum aus nochmal locker 50 Kilometer. Der Check-in und die Einfahrt in die Fähre verlaufen problemlos, sodass wir ganz entspannt beim Abendessen auf unseren bevorstehenden Roadtrip anstoßen können. Etwas weniger entspannt ist dafür die Nacht: Je weiter wir von der Küste auf das offene Meer kommen, desto heftiger wird der Seegang. Das sind wir Süddeutschen natürlich nicht gewohnt.

Allnwick Castle und Edinburgh

Tag 2: Allnwick Castle und Edinburgh

Trotz des Seegangs haben wir am nächsten Morgen gute Laune – denn heute geht es im VAN TI wieder zurück auf die Straße. Aber stopp: Erstmal müssen wir uns mental auf den Linksverkehr einstellen. Wir haben uns vorab schon ein paar Videos angesehen, die uns mit Tipps und Tricks zur ungewohnten Fahrtrichtung versorgt haben. Eine Umstellung ist es trotzdem, wenn dann zum ersten Mal der Gegenverkehr von der anderen Seite kommt.

So sind die ersten paar Kilometer und die ersten Kreisverkehre noch eine ganz schöne Herausforderung. Aber nach einer halben Stunde ist der Linksverkehr schon fast verinnerlicht. Wir sind auf jeden Fall froh, dass unser VAN TI ein ganz normaler Links-Lenker ist – so müssen wir uns „nur“ an den Verkehr gewöhnen. Und gutes Teamwork beim Spurwechsel macht alles noch ein bisschen einfacher.

Von Hull nach Alnwick fährt man ca. 2,5 Stunden, sodass wir gegen Mittag am berühmten Harry-Potter-Schloss sind. Die Führung durch die ganzen Film-Spots lassen wir uns natürlich nicht entgehen.


Abends geht es dann nach Edinburgh. Dort übernachten wir am Mortonhall Caravan & Camping Park, der die optimale Ausgangslage für den morgigen Edinburgh-Besuch darstellt: die Bushaltestelle ist direkt “vor der Tür”.

Edinburgh und Loch Lochmond

Tag 3: Edinburgh und Loch Lochmond

Ohne Seegang schläft es sich gleich viel besser. Gut ausgeruht geht es mit dem Bus bequem nach Edinburgh. Dort klappern wir die bekannten Hotspots ab, hangeln uns von Whiskey-Shop zu Whiskey-Shop und gehen lecker Burger-Essen.

Anschließend geht’s zurück zum Campingplatz und weiter Richtung Loch Lochmond, einem der größten Seen Schottlands. Der liegt mitten in einem Naturschutzgebiet. Das hört sich nicht nur toll an, das sieht auch toll aus! Der See schneidet durch’s Land und das sieht im Sonnenuntergang spektakulär aus. Schottland-Feeling – here we are!


Weil wir keine Lust mehr haben zurückzufahren, buchen wir spontan einen Campingplatz direkt am See in erster Reihe. Draußen geht die Sonne unter und wir genießen den Abend bei Tee und Lebkuchen im warmen VAN TI.

Gelncoe-Tal und Glenfinnan Viaduct

Tag 4: Gelncoe-Tal und Glenfinnan Viaduct

Der vierte Tag unserer Reise beginnt wunderschön: Frühstück bei Sonnenaufgang direkt am See – besser geht’s nicht! Wir starten heute wieder früh, denn wir haben viel vor! Anfangs fahren wir noch einige Kilometer am Loch Lochmond entlang und können uns gar nicht sattsehen. Aber es wird noch spektakulärer. Die Strecke nach Glen Coe ist in unserem Reiseführer als absolutes Must-See eingezeichnet. Dem können wir schon nach den ersten Kilometern nur zustimmen.

Der Weg auf der A82 durch Täler, Hügel und Seen: genau so stellt man sich Schottland vor. Ein absolutes Highlight auf unserer gesamten Route. Wir bleiben alle paar Kilometer stehen, um die Aussicht zu genießen und Fotos zu schießen – immerhin habe wir Traumwetter.


Das nächste Highlight auf unserer Tagesordnung ist der Glenfinnan Viaduct, eine Eisenbahnviadukt an der Strecke der West Highland Line. Besser bekannt ist es als Harry-Potter-Brücke, über die der Hogwarts-Express fährt.
Am späten Nachmittag geht es dann weiter Richtung Isle of Skye vorbei am Eilean Donan Castle, das am Abend toll beleuchtet ist. Bei der Überfahrt über die Skye-Brücke bekommt man Gänsehaut, so beeindruckend ist die Kulisse. Wir übernachten gleich wenige Kilometer nach der Skye-Brücke auf einem Campingplatz, um am nächsten Tag kurze Wege zu haben.

Isle of Skye

Tag 5: Isle of Skye

Wieder brechen wir sehr früh auf. Unser erstes Ziel heute ist der „Old Man of Storr“. Dort sollen schon früh morgens die Parkplätze rar sein. Der grimmige Wächter der Berge ist schon von weitem zu sehen. Die Hinfahrt ist danke Sonnenaufgang, zerklüfteter Landschaft und den kleinen, malerischen Dörfchen spektakulär.

Am Parkplatz angekommen schnappen wir uns die letzte Parkbucht für WoMos und ziehen die Wanderschuhe an. Der Weg nach oben ist nicht ganz ohne – wird aber durch eine atemberaubende Aussicht belohnt.


Als zweites Highlight steht der „Neist Point“ auf unserem Plan – der westlichste Punkt der Isle of Skye. Die Fahrt dorthin ist etwas abenteuerlich. Die Single Track Roads sind dabei das geringste Problem, das klappt erstaunlich gut! Die Schafe, die sich hinter jeder Kurve verstecken und sich vom Verkehr nicht beeindrucken lassen, erfordern jedoch Teamwork. Die Straßenführung ist teilweise so kurios, dass wir zweimal kurz vorm Umkehren sind – zum Glück ziehen wir’s durch.

Am Neist Point angekommen sind wir absolut überwältigt. Dieser Ausblick, dieses Licht, diese Küste! Wir wandern runter zum Leuchtturm, machen Fotos, genießen die Kulisse und freuen uns über das geniale Wetter. Bei Regen und Nebel wär’s zwar typisch schottisch – aber wir nehmen dann doch gerne den Sonnenschein.

Loch Ness und Spey Side

Tag 6: Loch Ness und Spey Side

Ein Trip nach Schottland ohne Loch Ness? Kann natürlich nicht sein! Wir verbinden den Loch-Ness Besuch mit dem Urquhart Castle, das direkt am berühmten See liegt. Wieder haben wir traumhaftes Wette – aber nicht umsonst sagt man, dass man den Loch Ness selten oder nie ohne Nebel sieht. Recht haben die Schotten, auch an diesem Tag hängt der Nebel über dem See. Das wirkt auch ohne Ungeheuer ganz schön mythisch!


Etwas durchgefroren fahren wir weiter zur Glenfarclas Distillery, einer der älteste Whiskey-Destillerien in Schottland. Dort machen wir eine spannende Führung und besuchen die heiligen Hallen, wo der Whiskey teilweise 60 Jahre lang in Sherryfässern lagert. Zum Abschluss gibts natürlich noch eine Verkostung – gut dass unser gebuchter Campingplatz nur ein paar Kilometer entfernt ist!

St. Andrews

Tag 7: St. Andrews

Neben Whiskey gehört auch Golf zu einem typischen Schottland-Besuch – vor allem, wenn man einen passionierten Golfspieler dabei hat. St Andrews, bekannt durch den weltberühmten “Old Course” mit der “Swilcan Bridge” am 18. Loch, ist da natürlich ein Muss. Selbst können wir zwar nicht die Schläger schwingen, aber alleine ein Blick auf den Platz und die Spieler lässt das Golferherz höher schlagen.Neben Golf gibt es hier einen schönen Strand und die älteste Universität Schottlands. Sehr sehenswert! Nach einem kleinen Imbiss im Studentencafé machen wir uns auf zu unserer letzten Station: Ein kurzer Besuch im schönen Glasgow.

 

Hull und Rückfahrt nach Rotterdam

Tag 8: Hull und Rückfahrt nach Rotterdam

Eine Woche ist ganz schön schnell rum, vor allem, wenn es eine so schöne Woche ist. Und auch wenn wir erst das zweite Mal mit dem WoMo unterwegs sind, hat uns das Campingfieber spätestens in den letzten Tagen voll erwischt. Das liegt nicht nur am wunderschönen Schottland, sondern auch am genialen Fahrzeug.

Eigentlich wollten wir ein CUV, um möglichst kompakt und flexibel unterwegs zu sein. Aber auch mit dem größeren VAN TI 550 MD waren wir super happy. Wir konnten zügig fahren, waren super kompakt unterwegs und hatten trotzdem deutlich mehr Platz als in einem CUV. Und das war auch gut so, denn wir haben dann doch viel Zeit im WoMo verbracht, da es ja schon gegen 17 Uhr dunkel wurde. Wir haben im Reisemobil gekocht und abends gemütlich Karten gespielt oder gelesen. Der VAN TI hatte genau die richtige Größe für den Trip und für zwei Personen. Schade, dass wir ihn nach der Reise wieder abgeben mussten.

Und noch ein paar Tipps für alle Schottland-Interessierten:

Campingplätze: Wenn man etwas länger in Schottland oder England ist, lohnt es sich eventuell, in den „Caravan & Motorhome Club“ einzutreten. Es gibt viele Campingplätze, alle haben einen guten Standard und mit einer Mitgliedschaft gibt es Vergünstigungen.

Nebensaison: Oktober/ November ist bereits Nebensaison in England und Schottland. Der große Vorteil ist natürlich, dass bedeutend weniger los ist – auf den Straßen und auch bei den Sehenswürdigkeiten. Wir haben überall locker einen Parkplatz gefunden, mussten nie irgendwo anstehen und waren teilweise kilometerlang alleine auf der Straße. Das Wetter war bei uns trotzdem super. Auch auf den Campingplätzen konnten wir immer spontan buchen, indem wir zwei Stunden davor angerufen haben. Teilweise hat das aber erst beim dritten Campingplatz geklappt, weil dann doch schon viele der Plätze geschlossen hatten. Gefunden haben wir trotzdem problemlos was – und das meist mit bester Aussicht!

 

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Schottland in der Herbstsonne – ein Roadtrip zu den Highlands
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Schottland in der Herbstsonne – ein Roadtrip zu den Highlands
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Entdecken Sie das wunderschöne Schottland im Reisemobil. Wie schön die Highlands im Herbst sein können, zeigen wir Ihnen im Schwalbenblog!
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