Mit dem KNAUS CUV über Land von Deutschland bis nach Südostasien fahren? Das geht, verraten uns Christina Denk und Dirk Stöcker. Die beiden reiselustigen Wahl-Hamburger haben sich 2019 im KNAUS BOXSTAR 540 auf den Trip ihres Lebens begeben. Ein unvergessliches Abenteuer in der Ferne – das bis heute andauert! Teil 1 finden Sie hier. Wir starten in Teil 2 nun direkt in Südostasien.

Wer mit seinem Wohnmobil über Land von Deutschland bis nach Südostasien fahren will, muss in den meisten Fällen früher oder später auch durch China. Am Reich der Mitte führt in Asien fast kein Weg vorbei. Und so stehen auch wir Mitte September 2019 voller Anspannung und Vorfreude an einem chinesischen Grenzposten, um von Kirgisistan nach Pakistan zu kommen.

Mit Hindernissen durchs Reich der Mitte

Mit Hindernissen durchs Reich der Mitte

Nur vier Tage wollen wir in China bleiben. Das ist natürlich nicht ansatzweise genug Zeit, um das flächenmäßig drittgrößte Land der Welt ausgiebig zu bereisen. Doch wer mit seinem eigenen Fahrzeug diesen Teil der Erde durchqueren will, der muss dafür leider einen verpflichtenden Guide buchen. Um die Kosten dafür möglichst gering zu halten, haben wir uns bereits im Vorfeld für die kürzest-mögliche Durchquerung Chinas entschieden.

800 km Strecke, viele Checkpoints, wenig Zeit für Sightseeing. Aber das, was wir im Vorbeiflug vom Land sehen, macht Lust auf mehr: imposante Berglandschaften, schneebedeckte Gipfel, tiefblauen Bergseen, weitläufige Hochebenen und wilde Kamele. Die Natur hier im äußersten Westen Chinas ist wirklich vielfältig, dramatisch, schön und weitestgehend unberührt.

Mit Vorurteilen brechen in Pakistan

Mit Vorurteilen brechen in Pakistan

Die Gebirge, die für die sehenswerten Panoramen um uns herum verantwortlich sind, tragen die klangvollen Namen Pamir, Karakorum, Hindukusch und Himalaya – die mitunter höchsten Gebirge der Welt. Da verwundert es wenig, dass der Grenzübergang von China nach Pakistan auf 4.693 m Höhe liegt und damit den höchsten offiziellen Grenzübergang der Welt darstellt. Aber auch diese Hürde meistert unser DUCATO ohne Probleme – Chapeau!

Von der Grenze im hohen Norden, an der wir direkt herzlich begrüßt werden und sofort in den Geschmack der Gastfreundschaft der Pakistani kommen, folgen wir dem berüchtigten Karakorum Highway bis in die Hauptstadt Islamabad. Dabei durchqueren wir auch das faszinierende Hunzatal, das uns mit seiner unglaublichen Schönheit umhaut. Ein reißender Fluss, saftiges Grün, schroffe Berge, schneebedeckte Gipfel – alles gepackt in ein 360° Panorama. Sieben Siebentausender kann man von hier aus sehen. Einzigartig.

Zwei Wochen verbringen wir im eindrucksvollen Norden Pakistans und am Ende gibt es nur ein einziges Problem: zu wenig Zeit, um noch länger zu bleiben in diesem faszinierenden Land mit seinen herzlichen Menschen. Für uns steht fest: Pakistan ist unbedingt eine Reise wert!

Mit dem BOXSTAR fast bis zum Basecamp des Mt. Everest

Mit dem BOXSTAR fast bis zum Basecamp des Mt. Everest

Aber wir haben große Pläne und ziehen daher weiter, von Pakistan durch Indien nach Nepal. Hier wollen wir vor Ende der Wandersaison den Three Passes Trek bestreiten – eine Wanderung im Himalaya mit drei Pässen über 5.000 m. Insgesamt sind wir 28 Tage zu Fuß unterwegs, laufen dabei 211 km, überwinden rund 12.000 m Gesamtanstieg und machen dabei auch einen Zwischenstopp am Basecamp des Mount Everest.

Alles in allem das wohl Anstrengendste, das wir jemals in unserem Leben gemacht haben – aber definitiv auch ein absolutes Highlight unserer gesamten Reise!

10.000 km auf indischen Straßen

10.000 km auf indischen Straßen

Sechs Wochen später sind wir zurück in Indien. Und dieses Mal wollen wir länger bleiben. In einem großen Bogen fahren wir über 10.000 km durchs Land. Die Erlebnisse und Eindrücke, die wir dabei sammeln, könnten ein ganzes Buch füllen.

So viel Platz haben wir hier natürlich nicht, aber einige Anekdoten reißen wir gerne an: Wir haben mit 15.000 Menschen in einem Stadion der allabendlichen Grenzschließungs-Zeremonie zwischen Indien und Pakistan beigewohnt; wir haben durch den Morgennebel hindurch die überwältigende Schönheit des Taj Mahals bewundert; wir haben von einem Ruderboot aus das Wilde Treiben am Ufer des heiligen Flusses Ganges beobachtet; unser Verständnis von Privatsphäre wurde ebenso auf die Probe gestellt wie unser Blick auf Umwelt- und Naturschutz; wir haben unseren BOXSTAR tage- und nächtelang an kilometerlangen, einsamen Traumstränden abgestellt; wir haben religiöse Feste miterlebt, wahnsinnig leckeres Essen probiert, sind über Hängebrücken aus Baumwurzeln gelaufen, haben liebenswerte Menschen kennengelernt, uns mit einem Polizisten gestritten und Vieles mehr.

Kurz gesagt: Indien hat uns in allerlei Hinsicht überwältigt und ist eine Reizüberflutung für jegliche Sinne. Und da haben wir noch gar nicht vom Autofahren in Indien gesprochen, das seine ganz eigenen Herausforderungen bereithält.

Durch Myanmar nach Thailand, Malaysia und Singapur

Durch Myanmar nach Thailand, Malaysia und Singapur

Auf unserem Weg weiter Richtung Osten durchqueren wir als nächstes Myanmar. Und obwohl wir auch hier leider einen Guide brauchen und daher nur sechs Tage im Land sind, bleibt zwischendurch trotzdem ein bisschen Zeit für Sightseeing. Dabei beeindruckt uns vor allem die historische Königsstadt Bagan mit ihrem 40 km² großen Tempelareal und über 2.000 Pagoden, zwischen denen wir uns überraschend frei mit unserem BOXSTAR bewegen dürfen. Ein wirklich einmaliges Erlebnis.

Anfang Januar 2020 ist es dann soweit: wir reisen ein nach Thailand und erreichen damit einen großes Zwischenziel unserer Reise. Wir genießen Thailand zur besten Reisezeit, entspannen an traumhaften Stränden, besuchen imposante Tempelanlagen und lassen uns von der thailändischen Küche verzaubern.

Wir durchqueren das gesamte Land, führen unsere Tour in Malaysia fort und verbringen auch ein paar Tage in Singapur. Dort jedoch ausnahmsweise ohne unseren BOXSTAR, da die Einfuhr in den hochmodernen Stadtstaat sehr schwierig ist.

Lockdown im Paradies

Lockdown im Paradies

Zurück in Thailand werden wir dann leider ausgebremst. COVID-19 entwickelt sich zur weltweiten Pandemie und alle Länder um uns herum schließen ihre Grenzen. Eigentlich wollen wir über Kambodscha, Laos, China, die Mongolei, Russland und die Baltikum-Staaten zurück nach Europa fahren. Aber eine Weiterreise ist auf unbestimmte Zeit unmöglich.

Sechs Monate warten wir in Thailand hoffnungsvoll auf Besserung und genießen dabei die Gastfreundschaft der Einheimischen. Doch irgendwann müssen wir uns eingestehen, dass es hier nicht weiter gehen wird. Schweren Herzens verladen wir unseren BOXSTAR schließlich in einen Schiffscontainer und schicken ihn auf die Heimreise von Bangkok nach Hamburg.

Jedes Ende ist ein neuer Anfang

Jedes Ende ist ein neuer Anfang

Ein komisches Gefühl. Einerseits sind wir traurig, dass wir unsere ursprünglich geplante Tour nicht abschließen können, sondern hier abbrechen müssen. Andererseits sind wir unglaublich dankbar darüber, was wir in den vergangenen 16 Monaten ‘on the road’ erleben durften.

Außerdem ist unsere Reise noch nicht vorbei. Seit unserer Rückkehr im Oktober 2020 sind wir mit unserem BOXSTAR nun in Europa unterwegs. Denn auch hier gibt es unglaublich viel zu erkunden!

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Text & Fotos: © Christina Denk und Dirk Stöcker. Sie reisen seit Mai 2019 mit ihrem KNAUS BOXSTAR durch Europa und Asien. Ihre Abenteuer dokumentieren die beiden bildgewaltig auf ihrem YouTube-Kanal “Let’s get otter here” sowie auf ihrem Blog. Auch auf Instagram teilen sie immer wieder faszinierende Eindrücke von ihren Reisen aus nah und fern: @lets_get_otter_here

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Mit dem BOXSTAR CUV von Deutschland bis nach Thailand | Teil 2
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Im 2. Teil ihrer Reise nach Südostasien machen sich Christina und Dirk im BOXSTAR auf den Weg durch China, Thailand und Indien. Jetzt im Schwalbenblog!
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