Einleitung

Unterwegs in ganz Europa: Seit Juni ist Fotograf Carsten Sander ist für sein Fotoprojekt „Faces of Europa“ im KNAUS BOXSTAR auf Tour durch unseren Kontinent. Für den Schwalbenblog nimmt sich der Künstler die Zeit, unsere Fragen rund um das Projekt und seine Idee von Europa zu beantworten.

Mit seiner Portraitserie „Heimat. Deutschland – Deine Gesichter“ hat Carsten Sander ein Werk geschaffen, das politisch wie ästhetisch aufrüttelt. Was macht Heimat aus? Wie beeinflusst sie uns? Welches Bild haben wir von unserer Heimat? Offene Fragen, die die Portraits nicht beantworten, sondern stellen und damit jeden einzelnen Betrachter ergreifen und zum Nachdenken bringen.

Im Juni – wegen der Corona-Pandemie später als ursprünglich geplant – startete der Fotograf sein neues Projekt „Faces of Europe“. Wieder reist er umher, um 1.000 Gesichter mit der Kamera einzufangen, die ihre eigene, persönliche Geschichte, aber auch die eines ganzen Landes und der Gesellschaft, in der sie leben, erzählen. Dafür erhielt Carsten Sander diesmal fahrkräftige Unterstützung mit dem KNAUS BOXSTAR 600 LIFETIME XL inklusive einmaliger „Faces of Europe“ Exterieurgrafik. Im Interview hat er uns verraten, worauf er sich besonders freut, was ihn leitet und wohin ihn seine Reise führen wird.

Der Hintergrund

KNAUS: Was steckt hinter Faces of Europe?

Carsten Sander: Dahinter steckt eigentlich die gleiche Idee wie beim „Heimat“-Projekt. Es geht mir um eine Gleichstellung der vielen verschiedenen Individuen. Alle Fotografierten sind Deutsche beziehungsweise Europäer, ganz gleich, ob sie arm oder reich, berühmt oder unbekannt sind. Ich will ihnen dieses „Eigene“ nicht wegnehmen, indem ich sie gleichmache. Vielmehr will ich das „Eigene“ im Nebeneinander zeigen und dadurch das Gemeinsame herausstellen. Deswegen zeige ich zum Beispiel Dieter Hallervorden neben einem Kind mit Migrationshintergrund, dann einen Obdachlosen und daneben vielleicht Iris Berben. Ohne es darauf angelegt zu haben, zeigen die „Heimat“-Portraits 80 unterschiedliche Ethnien. Dadurch entwickelt sich eine entspannte Selbstverständlichkeit, die wir dringend brauchen. Wir müssen unser Selbstbild als Deutsche und als Europäer überdenken und überarbeiten. Denn uns fehlt ein gewisser Stolz, aber auch der Dialog. Wir wissen so gut wie nichts von unseren direkten Nachbarn und sind gefangen in unseren eigenen gedanklichen Grenzen. Weiß ich, was einen 10-jährigen aus Bulgarien bewegt? Sehe ich ihn als gleichwertigen Europäer wie mich selbst oder Frank-Walter Steinmeier? Das sind die Fragen und Gedanken, die hinter der Idee zu diesem Projekt stehen. Natürlich gibt es auch eine organisatorische Seite von „Faces of Europe“. Das Projekt führe ich in Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt und vielen Sponsoren wie KNAUS durch.

Die Planung

Wie sieht der Plan für die Fototour aus?

Ich habe einen straffen Zeitplan. Mitte Juni ging es los, bis Ende August bin ich noch unterwegs: 1.000 Portraits in drei Monaten sind eine echte Herausforderung, wenn man die Geschichte hinter jedem Gesicht herausholen will. Ein Freund nannte es einmal „Wahrheitsfotografierkunst“. Das gefällt mir, denn es beschreibt genau das, was ich mit meinen Portraits erreichen will: Die Menschen zu ihrer Wahrhaftigkeit bringen und diesen Moment verbildlichen. Dafür sind drei Monate sehr kurz, aber das spornt mich natürlich auch an. Von Italien nach Frankreich, Spanien, Portugal, Großbritannien über die Benelux-Staaten, Slowenien, Kroatien, Bulgarien, Rumänien, in den hohen Norden und immer so weiter, in alle Himmelsrichtungen. In jedem Land habe ich Begleiter, die die Landessprache sprechen und mich bei der Verständigung und Navigation unterstützen.

Der BOXSTAR

Und der KNAUS BOXSTAR 600 LIFETIME XL ist Ihr ständiger Begleiter…

Herr Sander: Ja, und ich freue mich echt sehr darüber. Das Hochdachmodell ist perfekt für meine Tour, weil ich da genügend Platz für ein mobiles Ministudio habe. Hintergrund, Beleuchtung und das ganze Equipment passen ganz bequem in das CUV rein und ich habe einfach alles direkt zur Hand. Als ich die erste Probefahrt gemacht habe, war ich völlig überrascht von der Wendigkeit und dem Fahrkomfort. Ich hatte ehrlich gesagt erwartet, dass ich ganz schön zu kämpfen hätte, so ein großes Fahrzeug zu manövrieren. Statt Lkw-ähnlichem Fahrverhalten, fährt sich das CUV mit der Leichtigkeit eines Pkw. Bei 20.000 Kilometer kreuz und quer durch Europa ist das natürlich ein wichtiger Punkt. Ebenso wie die Raumaufteilung: Mit den beiden separaten Schlafbereichen hat man dann einen guten Rückzugsort, um die ganzen Eindrücke des Tages auch in Ruhe zu verarbeiten.

Unser Europa

Was bedeutet Europa für Sie persönlich?

Herr Sander: Für mich ist Europa und damit auch die EU enorm wichtig. Keine Grenzen, (fast immer) die gleiche Währung und eine Einheit, die Vertrauen schafft: Das ist doch super. Ich glaube, vielen ist gar nicht so bewusst, was für eine tolle Entwicklung das ist und dass wir das nutzen und fördern müssen. Ich hoffe, wir schaffen es eines Tages, dass die Herkunft nur noch eine Randinfo ist und wir uns auf das Wesentliche konzentrieren können: Nämlich auf das, was uns eint, was uns stärkt und gemeinsam weiterbringt. Die aktuelle Situation um die Corona-Pandemie verdeutlicht noch einmal mehr, wie wichtig diese Themen sind. Faces of Europe ist aktueller denn je und soll auch ein Zeichen für Zusammenhalt und gegen Rassismus setzen.

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„Faces of Europe“ erleben
Anlässlich der Deutschen Ratspräsidentschaft in der EU ab dem 01. Juli 2020 können Sie die Portraits im Rahmen einer eigenen Ausstellung in Brüssel, sowie in vielen anderen europäischen Metropolen, unter anderem auch in Berlin sehen. Direkte Impressionen von der Tour finden Sie online unter www.facesofeurope.eu.

 

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Faces Of Europa: Wie ein Fotograf im BOXSTAR Europa portraitiert
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Faces Of Europa: Wie ein Fotograf im BOXSTAR Europa portraitiert
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Unterwegs in ganz Europa: Seit Juni ist Fotograf Carsten Sander für sein Fotoprojekt „Faces of Europa“ im KNAUS BOXSTAR auf Tour durch unseren Kontinent. Für den Schwalbenblog nimmt sich der Künstler die Zeit, unsere Fragen rund um das Projekt und seine Idee von Europa zu beantworten.
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