Einleitung

Von Grün zu Grau. Unsere Kurzurlauber Benji und Alex starten in die zweite und letzte Etappe ihrer Reise. Mit einem klaren Ziel vor Augen und der Kamera im Anschlag treffen die beiden auf überraschende Gäste und einen alpinen Ausblick, der sich von Minute zu Minute ändert – bis ihr Ziel plötzlich völlig im Nebel verschwindet.

Der Lago di Dobbiaco

Welcome back! Alex und ich legen die Gurte wieder an und sind nach dem Lago di Braies nun richtig heiß auf weitere landschaftliche Highlights. Mal sehen, was uns hinter der nächsten Kurve erwartet. Wir haben nach wie vor keinen richtigen Plan, aber auf jeden Fall ein Ziel: Die Drei Zinnen.

Schon nach kurzer Zeit kommen wir an einem anderen Alpensee an – dem Toblacher See. Nicht ganz so groß und atemberaubend wie der Pragser Wildsee, aber trotzdem schön anzusehen und ein wunderbarer Ort für einen kurzen Zwischenstopp. Direkt am See liegt ein Restaurant. Als wir dort ankommen, hat es leider gerade geschlossen. Aber halb so wild, denn essen können wir dank unserer Immer-dabei-Küche sowieso jederzeit.

Wir stellen unseren BOXSTAR am Rande des Sees ab, setzen uns ans Ufer und genießen einfach den Moment. Deshalb liebe ich Roadtrips. Man entdeckt nicht nur schöne Orte und Landschaften. Man wird sich der Natur und sich selbst auch wieder mehr bewusst. Unser schnelllebiger, digitaler Alltag macht das heutzutage wieder zu etwas Besonderem.

Die Überraschungsgäste

Wir hätten hier noch Stunden verweilen können, aber damit wir noch zeitig auf den Berg kommen, müssen wir langsam wieder los. Unweit des Sees ziehen wir allerdings gleich wieder die Handbremse an. Denn völlig unvermittelt dürfen wir an einer Kuhweide in einem kleinen Tal einige Besucher direkt vor unserer „Haustür“ begrüßen. Liegt’s an der Milch in unserem Kühlschrank? Wer weiß, wir haben jetzt jedenfalls Lust auf einen Schluck!

Der Misurinapass

Am Misurinasee füllen wir unseren Kühlschrank noch einmal auf, denn einen Verpflegungsengpass auf 2.000 Meter Höhe wollen wir lieber vermeiden. Von dort aus kommen wir über den unscheinbaren Misurinapass unserem Ziel immer näher. An der Mautstelle gibt es dann ein kleines Missverständnis: 14€ oder 40€? Es waren 40… aber Alex hat natürlich zuerst das verstanden, was ihm lieber gewesen wäre. Der Pass hat einige enge Kehren – für unseren kompakten CUV sind diese aber gar kein Problem. So kommen wir fix an dem für Camper reservierten Parkplatz der Auronzo-Hütte auf etwa 2.100 Metern Höhe an.

Die Auronzo Hütte

Und da ist sie: Pure Freiheit! Steile, leicht bemooste Felsklippen und ein Mix aus saftigen grünen Wiesen und weißem Kiesboden – der Ausblick von hier oben ist unfassbar! Ohne ordentlich eingepackt zu sein, können wir diesen allerdings nicht lange genießen, viel zu kalt. Mit meiner Jacke schnappe ich mir auch gleich noch meine Kamera. Die eindrucksvolle Umgebung im Zusammenspiel mit dem perfekten natürlichen Licht ist ein Fotografen-Traum. Wir schlendern also über den steinigen Boden und erkunden das Gebiet.

Deshalb liebe ich Roadtrips. Man entdeckt nicht nur schöne Orte und Landschaften. Man wird sich der Natur und sich selbst auch wieder mehr bewusst.

Benji Messmer

Der Sonnenuntergang

Langsam aber sicher wird es dunkler – und kälter. Wir stellen in unserem BOXSTAR einfach die Heizung an. Mittlerweile sind außer uns nur noch drei weitere Camper hier. Andere Leute schauen um diese Zeit Fernsehen, wir bestaunen wieder einmal Mutter Natur. Und diese bietet uns gerade einen Sonnenuntergangs-Blockbuster, an den kein Kinofilm herankommt.

Je später es wird, desto hungriger werden wir. Gut, dass unsere Küche nur drei Schritte entfernt ist. Wir entscheiden uns für einen Camping-Klassiker: Spaghetti alla Pesto. Einfach und lecker! Nach dem Essen steigen wir für einen kurzen Verdauungsspaziergang noch einmal aus dem BOXSTAR. Brrrr – ganz schön kalt hier! Mittlerweile hat es sogar Minusgrade. Wir lassen uns davon aber nicht stoppen und gehen mit Stirn- und Taschenlampen bewaffnet noch ein Stück nach oben.

Der wolkenlose Himmel gewährt einen wunderbaren Blick auf die strahlenden Sterne. Bisher habe ich noch nie Sterne fotografiert, aber bei diesem Setting kann ich nicht mehr widerstehen. Das macht echt Spaß, wäre da nur nicht dieser eisige Zug. Es gibt uns allerdings ein angenehmes Gefühl zu wissen, dass unser warmes Bett in greifbarer Nähe ist. Nach wenigen Minuten wird es dann aber wirklich zu kalt und müde werden wir auch. Wir gehen wieder in unser mobiles Heim und hören uns zum Einschlafen noch einen Podcast an.

Das Nebelmeer

Der nächste Morgen. Ich bin wieder als erstes wach. Die Nacht war ruhig, leichter Regen ist gegen unser Dach geprasselt, aber im BOXSTAR ist es einfach gemütlich. Laut Wetterbericht könnte es heute sogar schneien. Ich blicke aus dem Fenster. Dicke Nebelschwaden ziehen durch die Bergspitzen. Ich gehe nach draußen und halte den Moment noch einmal fest. Wahnsinn – vor zwei Minuten habe ich den Berg noch gesehen. Jetzt sehe ich nicht mehr als einen verblassten Umriss.

Als ich wieder am BOXSTAR ankomme, bereitet Alex schon unser bayerisches Frühstück vor: Weißwürste mit (alkoholfreiem) Weißbier – damit startet man immer gut in den Tag. Während wir unser Weißwurstfrühstück genießen, lässt der Nebel draußen immer mehr von der Berglandschaft verschwinden. Wir haben uns eigentlich darauf geeinigt, heute noch etwas mehr in Richtung der drei Zinnen zu wandern, aber mittlerweile sehen wir keine zehn Meter mehr.

„Jetzt sind wir schon einmal hier und der Nebel verzieht sich bestimmt bald wieder“, denken wir uns – also Wanderschuhe an und los geht’s! Zu dem Nebel kommt kurze Zeit später auch noch Regen. Ein größeres Wetter-Debakel hätten wir uns für diesen Tag nicht wünschen können. Letzten Endes bereuen wir unsere Entscheidung jedoch nicht und drehen erst nach einer Stunde wieder um.

Der Abschied

 

Wohlbehalten zurück beim BOXSTAR kommen wir uns schon fast etwas einsam vor – weit und breit kein Mensch zu sehen. Für uns neigt sich die Reise schön langsam dem Ende zu, morgen ruft wieder die Arbeit. Noch ein letzter Blick in die „Ferne“ (falls man das bei dem dichten Nebel so nennen kann), bevor wir uns auf den Heimweg machen.

Unsere Reise war weder durchgeplant, noch hat sie lange gedauert. Und genau das macht einen Roadtrip immer wieder aufs Neue zu etwas Einzigartigem. Einfach losfahren und für ein paar Tage raus aus dem Alltag, neue Orte und Landschaften entdecken und sich keine Gedanken machen. Ein Fahrzeug wie der BOXSTAR macht so einen Trip natürlich perfekt – man hat seine vier Wände quasi immer dabei. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an KNAUS und danke an alle, die uns hier auf dem Schwalbenblog begleitet haben!

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© Fotomaterial: Benji Messmer

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BOXSTAR on Tour: Ein Kurztrip in die Dolomiten | Teil 2
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BOXSTAR on Tour: Ein Kurztrip in die Dolomiten | Teil 2
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Von Grün zu Grau. Unsere Kurzurlauber Benji und Alex starten in die zweite und letzte Etappe ihrer Reise durch die Dolomiten.
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