50 Jahre Standort Jandelsbrunn, 60 Jahre KNAUS, 100. Geburtstag von Gründer Helmut Knaus – 2020 ist ein Jubiläumsjahr. Und damit ein schöner Anlass, langjährige Mitarbeiter zu Wort kommen zu lassen: Fünf Kolleginnen und Kollegen erzählen von ihren Anfängen bei KNAUS und damit ihre ganz persönliche Version unserer Unternehmensgeschichte.

Aufnahme des KNAUS-Werks in Jandelsbrunn von 1970.

„Mein allererster Lohn waren 600 Mark“

Gerahmt hängt sie an der Wand in seinem Büro – Helmut Eichingers erste Gehaltsabrechnung von 1977. „Das ist ein schönes Erinnerungsstück. Mein allererster Lohn waren rund 600 Mark. Und ich erinnere mich auch noch sehr gut an meine Einstellungsprüfung im Oktober 77 – ich musste damals ein Diktat in Steno schreiben“.

Helmut Eichinger

Heute ist Helmut Eichinger Area Manager für Süddeutschland. Angefangen hat er bei der damaligen KNAUS KG als Sachbearbeiter im Ersatzteildienst. Er war einer von insgesamt nur acht Kollegen, die 1977 in Jandelsbrunn arbeiteten. Gründer Helmut Knaus schaute ungefähr alle zwei Monate vorbei. „Unsere Firmen-Blaskapelle hat immer ein Ständchen gespielt, wenn er von seinem Chauffeur im großen Mercedes aufs Gelände gefahren wurde. Da haben wir uns immer die Nasen an der Scheibe plattgedrückt – wir hatten ja alle nur einen kleinen Polo oder so etwas“, erinnert sich Helmut Eichinger lachend.

Helmut Knaus, 1960

1982 – Jandelsbrunn war mittlerweile auf 200 Beschäftigte gewachsen – wurde er Aftersales-Leiter. „Azur und Südwind waren damals unsere erfolgreichsten Wohnwagen – mit Vollsandwich-Bugteil, das KNAUS als erstes Unternehmen in der Branche hatte“, denkt Helmut Eichinger an seine Anfangszeit zurück. „Überhaupt die ganze Bauweise hat sich stark verändert – von der Skelett- zur Sandwich-Bauweise.“ Drei seiner damaligen Mitarbeiter im Aftersales sind ebenfalls noch heute in der Firma: Fritz Mertl, unser jetziger Geschäftsführer Werner Vaterl sowie Heidi Selaskowski.

Heidi Selaskowski

„Keine elektrischen Schreibmaschinen.“

„Ich bin seit 1983 dabei. Wir haben viel selbst mit aufgebaut, viel musste improvisiert werden“, erinnert sie sich. „Ich weiß noch, wie wir die Fahrzeug-Kataloge komplett selber erstellt und verschickt haben. Damals gab es noch nicht mal elektrische Schreibmaschinen. Aber wenigstens konnten wir Lochstreifen faxen.“ Ende der 80er Jahre kamen die ersten Computer in die Controlling-Abteilung, wo Heidi Selaskowski heute arbeitet. Heute ist für KNAUS nicht nur der Umgang mit Computern selbstverständlich, sondern auch, dass wir sehr erfolgreich Wohnwagen, Reisemobile und CUVs bauen. Doch als 1988 das erste KNAUS Reisemobil, der Traveller, auf den Markt kam, herrschte Unsicherheit in Jandelsbrunn. „Wir haben ja nicht gewusst, ob Reisemobile für die Kunden überhaupt interessant sind“, erzählt Heidi Selaskowski.

Herbert Krinninger

„Seit Ausbildung 1972 dageblieben“

Auch Herbert Krinninger erinnert sich noch gut an die Zeit, als KNAUS ausschließlich Wohnwagen baute. Er ist schon seit fast 50 Jahren in unserem Unternehmen – 1972 hat er als Azubi zum Möbeltischler angefangen. „Ich bin seit meiner Ausbildung dageblieben. KNAUS ist ,meine‘ Firma, ich habe fast mein ganzes Leben hier verbracht“, sagt er lachend. Heute leitet Herbert Krinninger die Bereiche Produktion, Instandhaltung und gewerbliche Ausbildung. „Jandelsbrunn ist enorm gewachsen und hat sich stark weiterentwickelt. Es ist kein Vergleich zu früher.“ Das bestätigt auch Gerhard Fenzl.

Gerhard Fenzl

„Am Anfang ganz alleine in diesem Bereich“

1989 kam er als Vorarbeiter für Boden- und Möbelmontage nach Jandelsbrunn. Bald danach wurden die ersten Reisemobil-Prototypen neben dem Band gebaut. Und seit 1993 gibt es offiziell die Abteilung Musterbau.

1996: Arbeit an einem Reisemobil-Prototyp im Musterbau.

„Am Anfang meiner Karriere war ich ganz alleine in diesem Bereich und habe ihn quasi mit aufgebaut“, erinnert sich Gerhard Fenzl. Er bekam einen Stellplatz bei Band 3, eine mobile Werkbank und einen Mitarbeiter. Heute leitet er die beiden Bereiche Muster- und Modellbau, hat ein starkes Team mit 14 Kollegen sowie eine eigene Halle.

Kurt Wachtveitl

„Noch heute eine der modernsten.“

Auch in den vergangenen rund 20 Jahren hat sich in Jandelsbrunn viel verändert, weiß Kurt Wachtveitl. Er hat 1998 als Werksplaner bei KNAUS angefangen. „Damals hatten wir in Halle 5 ein eigenes Sägewerk und haben Holzleisten selbst gefertigt. Das wurde 98 aufgelöst und die Bugteil-Fertigung ist von Halle 4 in 5 gezogen, weil mehr Platz gebraucht wurde.“ Kurt Wachtveitls größtes Projekt als Werksplaner aber war die neue Seitenwand-Fertigung, die nach ca. zwei Jahren Bauzeit in Betrieb ging. „Ich glaube, das war 2001. Und noch heute ist sie eine der modernsten Seitenwand-Fertigungen in der Branche.“ Nach 18 1⁄2 Jahren in der Firma ging Kurt Wachtveitl 2016 in Rente und gibt seitdem noch regelmäßig Werksführungen.

Einer der KNAUS-Bestseller 1982: der Wohnwagen AZUR.

Gerne denkt er an seine Zeit in Jandelsbrunn zurück, in der er auch einige Jahre Leiter der Konstruktion und Entwicklung sowie für Leichtbau und Sonderprojekte zuständig war. Er erinnert sich an noch handgeschriebene Stücklisten, an Zeichenbretter, Tusche und Konstruktionszeichnungen auf Transparentpapier vor Einführung der CAD-Technik.

Bürofasching 1986

Neben all den Veränderungen und Entwicklungen in Jandelsbrunn hat sich eines nie geändert, da sind sich alle fünf Kollegen einig: „Weggefährten, Freunde und allgemein das kollegiale Miteinander.“

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Alles zu unserem doppelten Jubiläum, 60 Jahre Marke KNAUS und 100 Jahre Helmut Knaus finden Sie hier.

 

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60 Jahre KNAUS: Unsere Mitarbeiter*innen erinnern sich
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60 Jahre KNAUS: Fünf Kolleginnen und Kollegen erzählen von ihren Anfängen bei KNAUS und damit ihre ganz persönliche Version unserer Unternehmensgeschichte.
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