Winter is coming! Das heißt: Ihr KNAUS freut sich auf Extra-Portion Pflege und Schutz vor Schnee und Frost. Mit unseren Profitricks machen Sie Ihr Reisemobil oder Ihren Caravan fit für die kalte Jahreszeit.

Schneematsch, Kälte und Nässe sind für viele der Inbegriff von ungemütlichen Wintertagen. Während wir aber zwischendurch im Warmen wieder auftauen und Kraft tanken können, stehen unsere Fahrzeuge meist vor der Tür und trotzen der Witterung. Das geht oft nicht spurlos am Reisemobil oder Caravan vorbei. Frost, Salz oder verwitterndes Laub können Schäden am Lack oder dem Aufbau hinterlassen, lange Standzeiten lassen zudem Batterien und Reifen ganz schnell alt aussehen. Damit Sie sich und Ihr Fahrzeug besser auf die kalte Jahreszeit einstellen können, verraten wir Ihnen hier unsere Tipps zum richtigen Einwintern.

1. Reinigung

Vor längeren Pausen sollten Sie ihr Fahrzeug immer gründlich reinigen. Denn: Je länger Schmutz auf dem Lack bleibt, desto mehr Schäden kann er anrichten – und desto unangenehmer ist es, ihn zu entfernen. Das Gleiche gilt für die Innenreinigung. Alles in einem Aufwasch zu machen, bietet sich also an.

So gehen Sie vor:

Außen:

Mit einem Hochdruckreiniger und sanften Reinigungsmitteln aus dem Fachhandel lässt sich der grobe Schmutz gut entfernen. Wichtig ist dabei, dass alle Fenster und Türen geschlossen sind. Außerdem sollte mit dem Hochdruckreiniger niemals direkt auf Öffnungen (Lüftungsgitter beim Kühlschrank), Dichtungen und Schlösser gezielt werden. Nach dem der grobe Schmutz abgespült ist, kann der Lack mit speziellen Pflegemitteln wieder versiegelt und auf Hochglanz gebracht werden. Die passenden Mittel dafür finden Sie bei Ihrem Händler. Die Fenster sollten ebenfalls mit speziellem Acrylglasreiniger behandelt werden, da normaler Glasreiniger den empfindlichen Kunststoff angreifen kann. Dichtungen und Gummis lassen sich dagegen einfach mit Talkum oder Silikonspray pflegen.

Innen:

Mit einem Staubsauger lässt sich loser Schmutz aus Ecken, Winkeln und Polstern holen. Die sauberen Polster sollten am besten an einem trockenen Ort gelagert werden. Böden und glatte Oberflächen lassen sich leicht mit einer Seifenlauge reinigen. Wichtig: der Innenraum sollte nicht zu feucht gewischt werden, um Materialien und Fugen zu schonen. Öffnen Sie nach dem Putzen alle Schranktüren, Schubladen und den Kühlschrank. So kann Restfeuchtigkeit am besten entweichen.

Abschließend müssen noch die Leitungen gereinigt werden, um Schimmel-, Kalk- und Frostschäden zu vermeiden. Öffnen Sie dazu alle Ventile und lassen Sie vorhandenes Restwasser ablaufen. Anschließend lassen sich die Leitungen mit einem langen Flaschenreiniger und Desinfektionsmittel gut säubern. Die Ventile und Wasserhähne müssen auch hier unbedingt geöffnet bleiben, um eine vollständige Trocknung zu gewährleisten.

2. Unterbringung

Sind Reisemobil oder der Wohnwagen gereinigt, gilt es, einen passenden Stellplatz auszuwählen. Am besten eignen sich dazu große Garagen oder trockene Schuppen. Aber auch ein Stellplatz unter freiem Himmel ist kein Problem, wenn man ein paar Punkte beachtet:

Draußen:

Am wichtigsten ist die Wahl eines geeigneten Standplatzes. Unter Bäumen etwa ist mit Laub, abfallenden Ästen oder Vogelkot rechnen. Besser ist es, das Fahrzeug frei stehen zu lassen. Für zusätzlichen Schutz sorgt dabei z.B. eine Zeltgarage oder Abdeckplane. Wichtig ist, dass es spezielle Planen für Reisemobile oder Caravans sind. Nur sie gewährleisten eine ständige Luftzirkulation.

Steht das Fahrzeug den Winter über im Freien, sollten Sie außerdem dafür sorgen, dass es regelmäßig bewegt und durchlüftet wird. So werden Feuchtigkeit gut ausgetauscht und Fahrwerk und Reifen vor Standschäden geschützt.

 

Drinnen:

Verbringt Ihr KNAUS den Winter in einem trockenen Raum ist er am besten geschützt. Für eine gute Durchlüftung sollte dennoch gesorgt werden, etwa in dem Sie die Dachluke geöffnet lassen. Bei sehr langen Standzeiten empfiehlt es sich, das Fahrzeug aufzubocken, um Federung und Reifen zu entlasten.

 

3. Versorgung

Ist Ihr KNAUS sauber und hat einen passenden Stellplatz? Perfekt! Dann kümmern wir uns jetzt um die Versorgung – also um Strom, Gas und Heizung. Hier gibt es ein paar Punkte, die zwar nicht besonders aufwendig, aber trotzdem sehr wichtig sind.

Zunächst gilt unser Interesse dem elektronischen Bedienpanel: dort sollten Strom und Wasserpumpe abgeschaltet werden. Das schützt die Batterien vor Tiefentladung und erhöht ihre Haltbarkeit. Zusätzlich vorhandene Versorgungsbatterien können ausgebaut und frostsicher gelagert werden. Vorher aber bitte unbedingt aufladen! Alternativ lässt sich Ihr Fahrzeug auch an den Strom anschließen, soweit die passenden Anschlüsse verfügbar sind.

Ist die Stromversorgung abgestellt, wenden wir uns der Gasversorgung zu. Alle vorhandenen Gasflaschen sollten dazu komplett geschlossen und von den Leitungen getrennt werden. Abschließend bringen Sie bitte noch die Sicherheitskappe an.

Nun kümmern wir uns noch um die Heizung. Sollte hier noch Wasser im Boiler sein, muss das unbedingt restlos entfernt werden. Öffnen Sie zum Schluss noch das ELASI-Ventil, um auch hier für bestmögliche Durchlüftung zu sorgen.

 

4.1 Spezielle Tipps für Reisemobile:

Motor:

Steht Ihr Fahrzeug im Freien, ist es wichtig Frostschäden am Motor und den Leitungen zu verhindern. Prüfen Sie dazu, ob genügend Frostschutz im Kühlwasser und im Wischwasser ist. Tankstellen verleihen dazu in der Regel einfache Messinstrumente, mit denen Sie die Werte in wenigen Sekunden feststellen können.

Tanken:

Wenn Sie schon an der Tankstelle sind, sollten Sie Ihr Fahrzeug unbedingt betanken. Denn: je mehr Treibstoff im Tank ist, desto weniger Kondenswasser kann sich bilden – und desto besser ist der Tank vor Korrosion geschützt.

 

4.2 Spezielle Tipps für Caravans:

Anhängerkupplung:

Die Anhängerkupplung hält Ihr Gespann zusammen. Um so wichtiger ist es, dieses Bauteil gut zu pflegen. Besonderes Augenmerk dabei auf Bremsgestänge und Kurbelstütze gelegt werden. Etwas Fett sorgt hier für Schutz und vermindert Reibung. Damit die Kupplung vor Schmutz geschützt ist, sollte sie anschließend abgedeckt werden.

 

5. Versicherung

Abschließend noch ein Tipp, mit dem Sie bares Geld sparen können. Wird Ihr Reisemobil oder Caravan auf einem Privatgelände untergebracht und während der Wintermonate nicht bewegt, können Sie das Fahrzeug abmelden. So lassen sich viele Euro an Steuern und Versicherung sparen. Wer sich den regelmäßigen Gang zur Zulassungsstelle sparen möchte, kann ein Saisonkennzeichen beantragen. Dort wird einfach der Zeitraum eingetragen, in dem das Fahrzeug benutzt werden soll. Außerhalb dieses Zeitraums ist es automatisch abgemeldet und verursacht so weniger Kosten.

 

Geschafft, der Winter kann kommen.

Nach Erledigung aller Arbeiten ist Ihr KNAUS gut für den Winter gerüstet. Bitte beachten Sie, dass alle Tipps, die wir hier geben, aus der langjährigen Erfahrung kommen und sich gut bewährt haben. Eine Garantie für die korrekte Ausführung oder das Ausbleiben von Schäden an Ihrem Fahrzeug können wir jedoch nicht übernehmen. Sollten Sie bei einem der Schritte unsicher sein, halten Sie bitte Rücksprache mit Ihrem Händler. Er kennt Ihr Fahrzeug und kann Sie mit weiteren Hinweisen und Services unterstützen. KNAUS wünscht Ihnen eine schöne Winterzeit!

 

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Reisemobil und Caravan einwintern: Unsere Tipps für die perfekte Fahrzeugpflege
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Profitipps von KNAUS: So bereiten Sie Ihr Reisemobil oder Ihren Wohnwagen gründlich und schnell auf den Winter vor.
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